Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann
Bischof von Mainz und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Laudatio: Prof. Gerhard Herkenrath

Aufgrund seiner offenen, kritischen und sehr populären Haltung innerhalb der Kirche und ihrer Institutionen hatte der BG-Vorstand Bischof Lehmann den Ohrenorden angetragen. Die BG wollte mit dieser Nominierung, so der Vorsitzende, Flagge zeigen, denn sie fördere gerne Köpfe, die sich nicht der herrschenden Meinung anpassen. Dass dies die richtige Entscheidung war, bestätigte sich gleich zu Beginn der Veranstaltung, als die 700 Gäste Bischof Lehmann bereits mit stehendem Applaus begrüßten.


Der Kölner Prof. Gerhard Herkenrath bezeichnete denn auch den Ordensträger als einen Glücksfall für Kirche und Gesellschaft. Lehmann sei ein Mann des positiven Ausgleichs, der sich auf alle Probleme einlasse und sich zu einer progressiven Theologie bekenne. Beispielhaft führte der Laudator seinen Hirtenbrief von 1994 zum Umgang mit geschiedenen
und wiederverheirateten Paaren an.


Zum Ohrenorden selbst meinte der Preisträger: Hören sei Vertrauen für das, was einem entgegen gebracht wird. Auch Glauben käme von hören, obwohl der Mensch nicht selbstverständlich hörbereit wäre. Er selbst sprach sich ein absolutes Gehör ab, aber man müsse auch ein Gespür für schräge Töne haben. Kommentar von Stefan Volberg in der
Kölnischen Rundschau: „Mit diesem Ordensträger hatte der Vorsitzende selbst das Ohr am Puls der Zeit!“

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