Franz Xaver Ohnesorg
Intendant der Kölner Philharmonie
Laudatio: Carmen Thomas

Franz Xaver Ohnesorg wurde nach Köln berufen, um das Konzept für die Kölner Philharmonie zu erarbeiten. Bis zur Eröffnung 1986 hatte er gleich noch ein neues Kartenvertriebssystem entwickelt und Köln Ticket etabliert und dabei parallel die Köln Musik GmbH gegründet. Hierbei war sicherlich sein Betriebswirtschaftsstudium hilfreich. Eine ganz wichtige Eigenschaft des Gewinners des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ von 1968 im Fach Querflöte war seine Fähigkeit, seine bayerische Mentalität mit unserer rheinischen
zu verbinden. So holte er auch den Karneval in sein Haus, damit die Kölner sich endgültig mit der Philharmonie identifizieren. Kultur und Volksseele können einhergehen, was das Erreichen von 10 Millionen Besucherohren bis 1996 beeindruckend bestätigen. Carmen Thomas charakterisierte ihn als entscheidungsfreudig, phantasievoll, wagemutig, ehrgeizig, fleißig und durchsetzungsfähig. Aber sie nannte ihn auch „ein Schlitzohr im pfiffigen Sinne, einen Ohrenspitzer am Volk und fürs Volk, einer der mit unorthodoxen Mitteln der Zeit entspreche“ und damit hätte er den Ohrenorden im hohen Maße verdient.

Musikerfreunde von Franz Xaver Ohnesorg aus Köln, München und Wien brachten zu seiner Überraschung Richard Strauss‘ „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ zur „Uraufführung“ und begeisterten die 700 Gäste.

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