Gerd Ruge
Journalist, ARD-Korrespondent
Laudatio: Prälat Norbert Herkenrath

Im Anfang war das Wort – das weiß auch der Journalist. Und nur wenn er lernt zuzuhören, dann kann er mehr als seine Botschaft, dann kann er die interessante Nachricht überbringen.Auszug aus der Laudatio von Norbert Herkenrath: „45 Jahre lang hat dieses Ohr geschichtsträchtige Worte zu hören bekommen. Als junger Mann durfte Gerd Ruge den Gesprächen von Adenauer mit Chruschtschow in Moskau zuhören. Unser Preisträger hat immer sorgfältig hingehört auf die Gespräche der Großen unserer Zeit. Und er hat dabei auch sensibel geachtet auf das Unausgesprochene.
So wurde seine Botschaft als Korrespondent aus Moskau, aus Washington und Peking zum gern gehörten Wort, zur Botschaft für Millionen. Sie können, Herr Ruge, in Abwandlung eines Wortes des Philosophen Descartes sagen: Ich höre, also bin ich! Und weil Sie gut hören, verschaffen Sie auch anderen das Vergnügen zu hören. Der Redakteur muss aus Tausenden von Nachrichten auswählen, und da wird das Objektive subjektiv. Die Kunst des großen Journalisten besteht nun darin, die Ohren bei 99% der Informationen auf Durchzug einzustellen, um dann das eine wichtige Prozent aufzunehmen und weiterzugeben. Gerd Ruge besitzt diese Kunst in hohem Maße. Fritz Pleitgen charakterisiert seinen Kollegen Ruge so: Er steckt voller Unrast, versteht scharf zu beobachten und packend zu erzählen.“

 

Joomla Installation by ialla.com