Verleihung des 23. Ohrenordens am 26.10.2014

 

Die 23. Verleihung des Ohrenordens war die erste, die ich als Gast miterleben durfte.

Ich hatte zwar schon öfter von der Bürgergesellschaft gehört, aber wahrgenommen habe ich sie erst in diesem Jahr. Umso mehr hat mich dann diese Veranstaltung am 26.10.2014 angesprochen, die als eine Gesellschaft der leisen Töne einen Mann der leisen Töne ehrte, nämlich Dr. Maximilian Kellner.

Dr. Kellner vertritt weder das Bild des polternden Bayern, noch das Klischee, das allgemein über Chefärzte herrscht.

Die Laudatio hielt in diesem Jahr einer der Preisträger des Vorjahres, Dr. Edmund Labonté, der zunächst den Eindruck vermittelte, bei der Auslosung zur Planung der Laudatio verloren zu haben, da ja der diesjährige Preisträger ein so ruhiger Mensch sei und man kaum etwas über ihn wisse.

Dennoch gelang ihm nach persönlichen Gesprächen mit Dr. Maximilian Kellner, ein äußerst persönliches Bild zu vermitteln, das vielen Dr. Kellner näher brachte: als Mensch, als Arzt, als karnevalsbegeisterten Imi aus Bayern und vor allem immer wieder als sozial engagierten Teamplayer.

Durch seine Laudatio wurde den meisten klar, wie immens das Engagement des diesjährigen Ohrenordensträgers ist. Er selbst spricht am liebsten darüber gar nicht oder höchstens, indem er sein Team in der Vordergrund stellt.

Eben leise Töne.

Viele ehemalige Ohrenordensträger , Carmen Thomas, die keine Übergabe in den letzten Jahren versäumt hat, Manfred Kock, Dr. Patrick Adenauer, neben Dr. Edmund Labonté auch Rainer Osnowski und zuletzt auch Willibert Pauels leisteten Dr. Kellner bei der Übergabe Gesellschaft und nahmen ihn herzlich in ihrem Kreis auf.

Schmerzlich vermisst bei der diesjährigen Veranstaltung wurde Kurt Arentz, der "Vater und Gestalter" des Ohrenordens, der leider im Frühsommer nach einer Herzoperation verstorben war. Aber da die Kunst - fast - alles überdauert, gab in diesem Sinne seine Frau ihre Zustimmung, dass dieser Orden weiterhin in seinem Gedenken verliehen werden darf.

Und so bleibt uns auch in der Zukunft immer ein Teil von Kurt Arentz erhalten und präsent.

Etwas lauter, aber nur gering, wurde es mit der Rede von Willibert Pauels. Auch er machte auf ein Problem aufmerksam, das viele betrifft, aber über das wenige sprechen. Er machte an diesem Abend die Depression zur Normalität, indem er mal ernster mal humoriger von seinen eigenen Erfahrungen sprach.

So kann man den einen die Ängste und gleichzeitig den anderen den Wind aus den Segeln nehmen. Aber am Ende siegte, wie immer bei ihm, der Witz.

Musik für alle Geschmacksrichtungen rundete diesen Abend ab.

Die Akustischen Vier brachten uns den Swing in den Saal und bei einigen auch zumindest in die Fußspitzen und Jure Gorucan sorgte zunächst für den klassischen Ausgleich, um dann quasi in einer Jamsession mit den Akustischen Vier zu zeigen, dass auch in ihm ein Jazzer steckt. Fast hätten die Akustischen Vier durch die Zugabe ihren Zug nach Hamburg verpasst, wenn sie ihn nicht sogar wirklich verpasst haben.

Am Ende stellte Dr. Dr. Fritz noch den Verein Domspitzen e.V. vor, der vor allem Kinder in vielen Bereichen unterstützt, sei es mit der Initiative " Päckchen für Pänz", Lesewelten, Spielraum für Köln und, und, und, . . . .

Da lag die Verbindung zu Dr. Maximilian Kellner auf der Hand , dessen Wunsch es war, dass die diesjährige Spende aus dem Reinerlös an gerade diese Organisation geht. Damit wurde das Teamplay von Dr. Kellner wieder deutlich und der Kreis zu den Kindern hatte sich wieder geschlossen.

Bei Kartoffel- und Erbsensuppe - als Imi sei mir verziehen, dass ich auf die Kölsche Schreibweise verzichte - gab es noch ausreichend Gelegenheit für Gespräche mit bekannten und neuen Gesichtern.

Bei dieser sehr gelungenen Veranstaltung gab es auch einen kleinen Wermutstropfen . . . . es hätten ruhig mehr Gäste da sein können. Denjenigen, die den Weg nach Deutz gefunden hatten, wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, die Nichterschienenen haben eine tolle Veranstaltung verpasst.

ABER, nichts, was man nicht im folgenden Jahr ändern könnte . . . . .

 

Elke Kamps

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