Werner Köhler, Dr. Edmund Labonté und Rainer Osnowski,
Gründer und Geschäftsführer von lit. COLOGNE

Als unsere Preisträger 2001 die erste lit.Cologne durchführten, konnten sie nicht ahnen, dass diese Veranstaltung schon wenige Jahre später zu einem der größten Literaturfeste Europas herangewachsen sein würde. Die Idee zum Fest entsprang einer Wahrnehmung: Als Buchhändler hatte sich Werner Köhler immer darüber geärgert, wie lieblos Autoren behandelt werden.


Dies hat die lit.COLOGNE fundamental geändert. Sie setzt ganz auf die Autoren und hat es geschafft, dass diese Jahr für Jahr gerne nach Köln kommen. Sie nehmen den Besuchern vor der Literatur, indem sie auch außergewöhnliche Orte, wie z.B. Kirchen, Museen und sogar das Polizeipräsidium einbinden. Der Besucher erfährt also nicht die klassische Wasserglaslesung, sondern starke Bühnenbilder, Moderationen mit spannenden Kombinationen aus Autor und Moderator, die es so noch nicht gegeben hat sowie fesselnde Diskussionen. Mehr als 200 Veranstaltungen in 2013 wurden von über 90.000 Zuhörern besucht. Bis heute kommt das Event ohne direkte öffentliche Subventionen aus, ist also privat finanziert.


Werner Köhler, Dr. Edmund Labonté und Rainer Osnowski haben das Ohr am Puls der Zeit, dadurch, dass es ihnen gelungen ist, Menschen in kürzester Zeit wieder für Literatur zu begeistern und die mediale Entwicklung wieder etwas zur Seite zu drücken. Dabei ist der Erfolg des Festes jenseits aller Institutionen entstanden, weder Buchbranche noch Wissenschaft hatten wirklich Einfluss. Für besonders auszeichnungswürdig sieht der Vorstand zudem an, dass die Hälfte aller Lesungen für Kinder und Jugendliche bestimmt sind. Diese Zielgruppe wieder für Literatur und das Lesen im Allgemeinen zu gewinnen und zu erkennen, dass auch eigentlich dieser Personenkreis für Literatur begeistert werden kann, macht deutlich, dass die Preisträger ihr „Ohr offen haben, für das, was die Leute hören wollen“.

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