Tennisturnier BG Neuss gegen BG Köln

 

In den vergangenen Jahren konnte ich leider immer nur berichten, dass wir es wieder nicht geschafft haben, den Pokal nach Köln zu holen. Ich weiß, langsam begann die Lektüre meines Berichtes Sie zu langweilen, da am Ende doch stets das Gleiche herauskam: Wir waren einfach nicht gut genug.

Aber nun stellen Sie sich doch einfach mal folgenden Sachverhalt vor:

 

Am 23.08.2015 sind Jo Billstein, Hans - Georg Köhler, Wernher Benteler, Reiner Rey, Dirk Kohler und ich wieder einmal im Morgengrauen nach Neuss gefahren. Trotz aller niederschmetternder Ergebnisse der Vorjahre waren wir hochmotiviert, endlich in Neuss zu gewinnen. Wir hatten uns auf die starken Seitenwinde, die hier, kurz bevor der Rhein in die Nordsee mündet, in kräftezehrenden Trainingsstunden in einem Windkanal des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt vorbereitet. Wir hatten uns wochenlang ausschließlich von Müsliriegeln ernährt, tägliche Waldläufe absolviert und dreimal in der Woche das Fitnessstudio besucht. Kurzum: Wir waren fit.

Und wie fit wir waren, das sollten unsere Gegner aus Neuss direkt auf dem Platz zu spüren bekommen. Bei den drei vereinbarten Doppelrunden hatten wir dermaßen ausgefeilte taktische Aufstellungen gewählt, dass bereits in den Anfangsminuten erkennbar war, heute wird sich das Blatt endgültig wenden. In der ersten Runde gelang es Neuss, von 47 Spielen lediglich 11 zu gewinnen. Aufgrund einer zu langen Pause, um die Neuss mit niederen Beweggründen gebeten hatte, wurde unser Tatendrang kurzfristig gestoppt, denn wir gewannen in der 2. Runde nur 21 von 51 Spielen.

Als jedoch Wernher Benteler zu Beginn der dritten Runde einen anderen Schläger wählte, stand den Gegnern aus Neuss schon vor Betreten des Platzes der Angstschweiß auf der Stirn.

Sie wussten, dass wir jetzt keine Verletzten mehr machen würden. Und genau so kam es:

Von 54 Spielen gewannen wir 37 und Neuss war am Boden.

 

Können Sie sich das vorstellen? Mal ehrlich - ich kann es nicht und ich war dabei. Es war genau anders herum.

Wir Kölner haben in den letzten Jahren bewiesen, dass bei uns so Manches schiefläuft. Wieso sollen wir dann ausgerechnet Tennisspielen können? Wir Kölner können offensichtlich nur eins: Karneval feiern und Viele wünschten, wir könnten dies ganzjährig machen. Dass wir von der Bürgergesellschaft Köln das doch etwas anders sehen, das werden wir Ihnen nächstes Jahr beweisen, denn dann werden wir auf unsere guten Freunde der BG Neuss keine Rücksicht mehr nehmen. Dann werden Sie einen Bericht lesen, dass Sie sich vor Verwunderung nur noch die Augen reiben. Kommt es aber doch anders, wollten wir Ihnen damit lediglich beweisen, dass bei uns die Tradition noch hochgehalten wird.

 

Michael Melles

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