Aachen - eine Reise wert!

Aachen Wie schreibt man einen Reisebericht? Das habe ich mir überlegt und bin zu dem Schluss gekommen: Reisen bildet. Also soll der Bericht nur bilden, oder auch unterhaltsam oder lustig sein? Am besten etwas von Allem.

 

Ich möchte Sie mitnehmen auf eine interessante Tour durch eine interessante, geschichtsträchtige Stadt. Für alle, die dabei waren oder nicht dabei waren, eine Art Reisequiz durch Aachen. Immer dann, wenn XX auftaucht, können Sie mitraten und die Lösungen am Schluss des Berichtes finden.

 

Los ging es mit einem komfortablen Reisebus in der Komödienstraße, mit Verena, einer netten Busfahrerin, einer kompetenten Reiseleiterin, Frau Weilburg-Busse und gut gelaunten Gästen. In Aachen angekommen machten sich zwei Gruppen zu einer Stadtführung durch die historische Altstadt auf den Weg. Brunnen und Wasser sind für Aachen je her schon von großer Bedeutung und sollten es auch bei der Führung sein.

 

Nach einer kurzen Einführung zur Römerzeit Aachens im Elisengarten, wo auch Ausgrabungen aus der Römerzeit zu sehen sind, starteten wir am Elisenbrunnen. Hier kommt heute noch XX Grad heißes, schwefelhaltiges Wasser aus der Quelle. Erbaut und fertiggestellt in Jahr XX, sind hier im Laufe der Zeit schon viele prominente Gäste zum Kuraufenthalt hergekommen, u.a. Peter der Große, Friedrich der Große, Giacomo Casanova und Georg Friedrich Händel.

 

Weiter ging es zum Klenkes - Brunnen.

Klenkes steht für den hochgereckten kleinen Finger, der unter den Aachenern als Erkennungszeichen in aller Welt gilt. Er geht auf die damals blühende Nadelindustrie zurück. Bei der Endkontrolle galt es schadhafte Nadeln mit dem kleinen Finger uuszeklenke, also auszuklinken.

 

Danach erreichten wir den Geldbrunnen am Ende des Elisengartens. Das Wasser fließt auch im Winter, weil es warm aus den Aachener Thermalquellen kommt. Kreisrund sind verschiedene Figuren am Brunnen aufgestellt, die den Geiz, die Gier, die Gönnerhaftigkeit und die Bettelei darstellen. Zusätzlich erklärt ein Vater seinem Kind den Umgang mit Geld.

 

Vor dem Traditionshaus Nobis (seit 1858) konnte uns eine Aachener Spezialität überzeugen. Echt lecker. Uns wurde eine Kostprobe des beliebten Gebäckes gereicht. Seinen Namen hat es dadurch erhalten, dass der Teig in verzierten Holzformen „gedruckt“ wurde. Das führte zur Namensgebung der berühmten „Aachener XX“.

 

Der Puppenbrunnen an der Krämerstraße stellt verschiedene Skulpturen dar, die Aachen ausmachen. Ganz oben thront der Hahn, der an die französische Besatzung erinnern soll. Die Puppen haben bewegliche Gelenke: Pferd und Reiter (Reitturnier), Prälat (Kirche), Marktfrau (Handel), Modepüppchen (Textilindustrie), Professor und Harlekin (Lehre und Kultur) und Karnevalsmasken (Karneval). Zum Karneval wird jährlich in Aachen der bekannte Karnevalsorden XX an prominente Persönlichkeiten verliehen.

 

Weiter ging es zum Haus Monheim dem heutigen Couven-Museum.

Im Jahr 1857 übernahm Leonard Monheim am Hühnermarkt von seinem Bruder die Apotheke mit „Drogendetailgeschäft“ und erweiterte es um ein Kolonialwarengeschäft.

Im selben Jahr begann er mit der Herstellung von Schokolade. 1865 wurde auf eine maschinelle Produktion umgestellt und damit der Kundenkreis erweitert.1903 begann Hermann Joseph Monheim in Aachen-Süsterfeld die Fabrikation von XX.

 

Auf den Grundmauern der Palastaula der karolingischen Kaiserpfalz im 14. Jahrhundert wurde das gotische Rathaus erbaut. Nur der Granusturm zeugt von der ursprünglichen Bebauung aus der Zeit Karls des Großen. Im ersten Stockwerk befindet sich der Krönungsfestsaal. Kopien der Reichskleinodien (Reichsapfel, Reichskrone, Schwerter) sind zu sehen. Wir besichtigten im Erdgeschoss die Räume aus dem 17. und 18. Jahrhundert, als das Rathaus zum barocken Stadtschloss umgebaut wurde.

 

Das anschließende Mittagessen im goldenen Einhorn, einem gemütlichen, gastfreundlichen, historischen Lokal, u.a. mit regionalen Spezialitäten wie Sauerbraten mit Printensauce, war echt lecker.

 

Im Dom ging es dann mit einer interessanten Führung weiter.

Der als Pfalzkapelle Karls des Großen errichtete Aachener Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Zuerst besichtigten wir den schönen Kuppelbau, der etwa im Jahr 800 vollendet wurde und rund 400 Jahre der größte freischwebende Kuppelbau  nördlich der Alpen war. Der große, imposante Leuchter wird XX genannt.

 

Weiter ging es zum Anbau der monumentalen Chorhalle aus dem Jahr 1414, deren Fenster mit einer Höhe von 27 Metern  die höchsten dieser Bauepoche sind und mit ihren über 1000 Quadratmetern Glasfläche dem Bau den Spitznamen  „Glashaus von Aachen“ einbrachten. Im Zentrum des Chorpolygons steht der goldene Karlsschrein aus dem Jahr 1215 mit  den Gebeinen Kaiser XX, hinter dem Altar der berühmte 1239 vollendete Marienschrein. Er beinhaltet die vier Aachener  Heiligtümer (der Überlieferung nach das Kleid Mariens, die Windeln Jesu, das Enthauptungstuch Johannes des Täufers  und das Lendentuch Christi), die seit 1349 alle sieben Jahre zur Aachener Heiligtumsfahrt den Pilgern aus aller Welt  gezeigt werden.

 

Nach 50 Stufen, bis zur ersten Empore des Kuppelbaus, kamen wir zum Marmorthron Karls des Großen. In der Zeit zwischen 936 und 1531 wurden hier XX deutsche Könige und XX Königinnen gekrönt. Der Dom mit Domschatz sind 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal und zweites Kulturdenkmal weltweit in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen worden.

 

Die Zeit bis zur Abfahrt nach Köln verbrachten wir bei einer köstlichen Tasse Kaffee im Kaffee Elisenbrunnen – Kuchen, Kaffee und die nette Bedienung sind sehr zu empfehlen. Dort konnten wir sogar auf der Terrasse einige Sonnenstrahlen genießen. Das Kaffee befindet sich im XX?

 

Für eine perfekte Organisation, den gut getakteten Ablauf, für den schönen Tag einen herzlichen Dank an die Organisatorin, Frau Weilburg-Busse. Selbst für Abwechslung beim Wetter war gesorgt: Sonne, Wolken und kurze Regenschauer, von allem etwas.

 

Zum Schluss waren viele von der schönen Kaiserstadt Aachen und ihrem Charme begeistert. Mir erging es wie einigen anderen auch, ich kannte Aachen nicht wirklich. Nach dem Motto „warum in die Ferne reisen, sieh das Gute liegt so nah“, habe ich Aachen in meine Liste für kommende Reiseziele aufgenommen, denn es gibt dort noch sehr viel mehr zu entdecken - auch Schuhgeschäfte, die leider am Sonntag alle geschlossen waren.

 

Von Dagmar Engel

 

 

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